Kunst aus dem Depot
Schätze aus Vor- und Nachlässen
Teil 2 der Veranstaltungsreihe
Eine Ausstellung mit Arbeiten von Bodo Buhl (Zeichnung und Skulptur) und Monika Huber (Malerei)
Wie kann das Lebenswerk einer Künstlerin, eines Künstlers nach dem Tod erhalten und präsentiert werden? Wie kann das Oeuvre zu Lebzeiten übergeben werden und einen angemessenen Platz in der heutigen Kulturlandschaft finden? Allen, von den Kunstschaffenden über die Familienangehörigen bis zu den Kulturverantwortlichen, fällt es schwer, Antworten auf diese Fragen zu finden: Den Künstler:innen, weil sie nicht zu Archivar:innen ihres Schaffens werden wollen und lieber Neues schaffen. Den Angehörigen oder Freund:innen, weil sie einer großen Aufgabe gerecht werden wollen und oft nicht über das nötige Wissen und Netzwerk verfügen. Und den Museumsfachleuten, weil ihre Depots voll sind und sie keinen Platz für die Fülle an Kunstwerken haben.
Der zweite Teil der Veranstaltungsreihe „Kunst aus dem Depot: Schätze aus Vor- und Nachlässen“ im Kulturzentrum KULTUR IM TRAFO will darauf Antworten geben: mit einer Ausstellung von Bildern des 2010 verstorbenen Malers Bodo Buhl und den Werken der aktiven Münchner Künstlerin Monika Huber. Begleitet wird die Ausstellung von einem Podiumsgespräch mit der Künstlerin Monika Huber, der Nachlasshalterin Ursula Buhl und einem Gast, dem Maler Ludwig Arnold. Moderiert wird das Gespräch von Karolina Sarbia, Leiterin der Kunst Vor- und Nachlässe München.
Im Detail geht es bei dem Gespräch darum, Möglichkeiten auszuloten, wie Künstler:innen zu Lebzeiten einen sogenannten Vorlass gestalten können, oder aber ihren Nachlass so vorbereiten, dass ihr Wissen, ihre Perspektive für die Nachwelt erhalten bleibt. Die Nachlass-Arbeit wird von den Erben gemacht. Die Kompetenz der Künstler:in zur Bewertung und Einordnung ihres Schaffens ist aber unersetzbar – gerade für die Hinterbliebenen, aber auch für Institutionen. Sie befassen sich mit der Sicherung, Dokumentation und Verwertung des Werks – damit die Kunst wieder ihren Weg in die Öffentlichkeit oder an die Wände von Münchner Wohnungen findet.
Die Kunst kann an den beiden Ausstellungstagen gekauft werden.
Die Reihe findet in Kooperation mit Künstler:innen Vor- und Nachlässe Berufsverband Bildender KünstlerInnen München und Oberbayern gUG statt.